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Website mieten: Vorteile, Nachteile & ehrlicher Kostenvergleich
Helmut Lehner · WEBU
Aktualisiert: Februar 2026
Lesezeit: 8 Min.
„Website mieten oder kaufen?" – diese Frage höre ich jede Woche. Meistens von Handwerkern, Ärzten oder Selbstständigen, die eine professionelle Website brauchen, aber nicht sofort 3.000–6.000 € auf den Tisch legen wollen. In diesem Beitrag bekommst du einen ehrlichen Vergleich mit echten Zahlen – inklusive der Nachteile, die andere Anbieter gerne verschweigen.
Was bedeutet „Website mieten"?
Beim Website-Mietmodell zahlst du statt einer großen Einmalzahlung einen festen monatlichen Betrag. Dafür erhältst du eine professionell erstellte Website inklusive Hosting, Wartung, Updates und oft auch Support. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Firmenwagen-Leasing: Du nutzt ein professionelles Produkt, ohne das gesamte Kapital sofort binden zu müssen.
Drei Modelle gibt es am Markt – und sie unterscheiden sich massiv:
Baukasten-Abo (Wix, Jimdo, Strato): 15–50 €/Monat. Du baust selbst mit Templates. Kein individuelles Design, keine SEO-Strategie, kein persönlicher Ansprechpartner. Für Privatpersonen okay, für Betriebe zu wenig
Agentur-Mietmodell (z. B. WEBU): 149–399 €/Monat. Individuelle Website, professionell erstellt, inkl. Hosting, Wartung, SEO-Grundlagen. Persönlicher Ansprechpartner. Nach Vertragslaufzeit: weiterlaufen, übernehmen oder kündigen
Klassischer Kauf + Wartungsvertrag: 3.000–8.000 € einmalig + 50–150 €/Monat Wartung. Website gehört dir sofort. Volle Kontrolle, aber hohes Startkapital
Die echten Vorteile einer gemieteten Website
Kein großes Startkapital nötig. Statt 3.000–6.000 € auf einmal zahlst du z. B. 199 €/Monat. Das schont die Liquidität – besonders wichtig für Neugründer und Kleinbetriebe
Planbare monatliche Kosten. Hosting, Wartung, Updates, SSL, Backups – alles im Paket. Keine Überraschungsrechnungen, wenn ein Plugin crasht oder ein Sicherheitsupdate fällig wird
100 % als Betriebsausgabe absetzbar. In Österreich sind monatliche Mietkosten für betrieblich genutzte Leistungen laufende Betriebsausgaben – sofort absetzbar, keine Abschreibung über Jahre nötig. Bei einer gekauften Website musst du den Kaufpreis über die Nutzungsdauer (meist 3 Jahre) abschreiben
Immer technisch aktuell. WordPress-Updates, PHP-Versionen, Sicherheitspatches – das liegt beim Anbieter. Du konzentrierst dich auf dein Geschäft
Schneller Start. Eine Miet-Website ist oft in 2–4 Wochen online. Beim Kauf kann es 6–12 Wochen dauern, bis alles steht
Niedriges Risiko. Wenn dein Geschäftsmodell nicht aufgeht, hast du nicht 5.000 € in eine Website investiert, die du nicht mehr brauchst
Die ehrlichen Nachteile – was andere verschweigen
Langfristig teurer. 199 €/Monat × 24 Monate = 4.776 €. Eine vergleichbare Kauf-Website kostet 3.000–4.000 € plus ~80 €/Monat Wartung. Ab ca. Monat 30–36 wird der Kauf günstiger – das ist Fakt
Vertragsbindung. Die meisten Mietmodelle haben eine Mindestlaufzeit von 12–24 Monaten. Vorzeitig aussteigen ist oft nicht möglich oder teuer
Die Website gehört dir nicht (während der Laufzeit). Solange du mietest, liegen Design und Technik beim Anbieter. Ein Wechsel zu einer anderen Agentur mitten im Vertrag ist schwierig
Anbieter-Abhängigkeit. Wenn der Anbieter den Betrieb einstellt, hast du ein Problem. Achte auf: Wer besitzt die Domain? Was passiert mit den Inhalten nach Vertragsende? Gibt es eine Übernahme-Option?
Eingeschränkte Individualisierung bei Billig-Anbietern. Bei 50 €/Monat bekommst du ein Template. Individuelle Funktionen, Schnittstellen oder komplexe Designs kosten Aufpreis
Ehrlicher Kostenvergleich: Mieten vs. Kaufen über 1, 3 und 5 Jahre
Die meisten Vergleiche im Netz unterschlagen die laufenden Kosten beim Kauf. Hier eine realistische Rechnung für eine professionelle KMU-Website:
| Zeitraum |
Kauf + Wartung |
Miete (199 €/Mon.) |
Günstiger? |
| Nach 1 Jahr |
4.000 € + 960 € = 4.960 € |
2.388 € |
Miete spart 2.572 € |
| Nach 2 Jahren |
4.000 € + 1.920 € = 5.920 € |
4.776 € |
Miete spart 1.144 € |
| Nach 3 Jahren |
4.000 € + 2.880 € = 6.880 € |
7.164 € |
Kauf spart 284 € |
| Nach 5 Jahren |
4.000 € + 4.800 € = 8.800 € * |
11.940 € |
Kauf spart 3.140 € |
Annahmen der Rechnung
Kauf: 4.000 € einmalig + 80 €/Monat Wartung (Hosting, Updates, Backups, Support). Miete: 199 €/Monat (WEBU Basis-Paket), alles inklusive. * Nach 5 Jahren ist eine Website in der Regel veraltet und braucht einen Relaunch – dann beginnt die Rechnung von vorn.
Fazit der Rechnung: In den ersten 2–3 Jahren ist Mieten günstiger. Ab Jahr 3 kippt es zugunsten des Kaufs. Aber: Nach 3–5 Jahren brauchst du ohnehin einen Relaunch – und dann startet die Rechnung von vorn. Wer regelmäßig erneuert, fährt mit Mieten oft dauerhaft günstiger.
Steuerlicher Vorteil in Österreich
Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen:
Miete = sofortige Betriebsausgabe. Die monatliche Rate (z. B. 199 €) ist als laufende Betriebsausgabe direkt gewinnmindernd. Kein Anlagespiegel, keine Abschreibungstabelle
Kauf = Abschreibung über 3 Jahre. Eine gekaufte Website ist ein immaterielles Wirtschaftsgut und muss über die Nutzungsdauer (üblicherweise 3 Jahre) abgeschrieben werden. Du kannst also nicht alles sofort absetzen
Rechenbeispiel: Bei 199 €/Monat setzt du im Jahr 2.388 € als Betriebsausgabe ab. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % (ab ~60.000 € Jahreseinkommen in AT) sparst du ca. 1.003 € Steuern pro Jahr – effektiv kostet dich die Website also nur ~115 €/Monat.
Hinweis
Steuerliche Angaben ohne Gewähr. Für deine individuelle Situation bitte den Steuerberater kontaktieren. Die Grundaussage – monatliche Mietkosten als Betriebsausgabe sofort absetzbar – ist in Österreich aber Standard.
Für wen lohnt sich Website mieten?
Neugründer und Jungunternehmer. Du brauchst eine professionelle Website, aber dein Startkapital ist begrenzt. Mieten senkt die Einstiegshürde massiv
Handwerker ohne IT-Kenntnisse. Du willst dich um deine Kunden kümmern, nicht um WordPress-Updates. Beim Mietmodell liegt die Technik beim Anbieter
Ärzte und Ordinationen. Eine Arzt-Website muss DSGVO-konform sein, gut ranken und professionell aussehen – aber du hast weder Zeit noch Lust, dich damit zu beschäftigen
Betriebe, die regelmäßig erneuern. Wenn du alle 3–4 Jahre einen Relaunch machst (was sinnvoll ist), ist Mieten oft dauerhaft günstiger als wiederholter Kauf
Unternehmen, die steuerlich optimieren wollen. Sofortige Absetzbarkeit statt 3-Jahres-Abschreibung kann steuerlich attraktiver sein
Für wen lohnt sich Website mieten nicht?
Große Unternehmen mit eigener IT. Wenn du ein IT-Team hast, das WordPress, Hosting und Updates selbst betreut, sparst du mit dem Kauf langfristig Geld
Komplexe Webshops oder Portale. Wenn du Schnittstellen zu ERP, Warenwirtschaft oder individuelle Funktionen brauchst, ist ein Kaufprojekt mit voller Kontrolle oft besser
Wer Eigentum will – aus Prinzip. Manche wollen „ihr Ding besitzen". Das ist legitim – auch wenn es oft teurer kommt
7 Fragen, die du vor dem Mieten stellen musst
Nicht jedes Mietmodell ist gleich. Manche Anbieter nutzen das Modell, um Kunden in Knebelverträge zu locken. Achte auf folgende Punkte:
1. Wem gehört die Domain? Die Domain muss immer auf deinen Namen registriert sein – nicht auf den des Anbieters. Sonst verlierst du bei einem Wechsel deine Adresse
2. Was passiert nach Vertragsende? Gibt es eine Übernahme-Option? Zu welchem Preis? Oder verlierst du alles? Bei WEBU: Nach 24 Monaten kannst du die Website übernehmen, weiterlaufen lassen oder kündigen
3. Gibt es Einrichtungsgebühren? Manche Anbieter werben mit 99 €/Monat, verlangen aber 500–1.000 € Setup-Gebühr. Das verzerrt den Vergleich
4. Was ist wirklich inkludiert? Hosting, SSL, Backups, Updates – alles dabei? Oder kommen Zusatzkosten für „Premium-Support" oder „SEO-Optimierung"?
5. Wie individuell ist die Website? Template-Website für 49 €/Monat oder individuelles Design? Der Unterschied ist riesig – im Ergebnis und im Preis
6. Ist SEO inkludiert? Die meisten Billig-Mietmodelle liefern eine Website ohne jede SEO-Optimierung. Dann bist du online – aber unsichtbar. SEO muss Teil des Pakets sein
7. Kündigungsfrist und Mindestlaufzeit? 12 Monate sind fair. 36+ Monate mit Knebelklauseln sind ein Warnsignal
Wie das Mietmodell bei WEBU funktioniert
Wir bieten Website-Miete neben dem klassischen Kauf an. Kein Baukasten, sondern individuelle WordPress-Websites mit SEO und AEO-Optimierung:
| Paket |
Monatlich |
Laufzeit |
Inkludiert |
| Basis |
199 € |
24 Monate |
Individuelles Design, 5 Seiten, Hosting, SSL, Wartung, SEO-Grundlagen |
| Business |
249 € |
24 Monate |
+ erweiterte SEO-Optimierung, mehr Seiten, Google Business Profil, monatlicher Report |
| Premium |
299 € |
24 Monate |
+ AEO-Optimierung (KI-Sichtbarkeit), strukturierte Daten, laufende Content-Updates |
Domain gehört immer dir – auf deinen Namen registriert
Keine Einrichtungsgebühren – der Monatspreis ist der Monatspreis
Nach 24 Monaten: deine Wahl – übernehmen, weiterlaufen (reduziert) oder kündigen
SEO ist immer dabei – nicht als Addon, sondern als Teil des Pakets
Persönlicher Ansprechpartner – kein Ticket-System, kein Callcenter
→ Alle Preise im Detail (Miete & Kauf)
Vergleich: Baukasten vs. Agentur-Miete vs. Kauf
| Kriterium |
Baukasten (Wix & Co) |
Agentur-Miete |
Klassischer Kauf |
| Kosten/Monat |
15–50 € |
149–399 € |
80–150 € (Wartung) |
| Startkosten |
0 € |
0 € |
3.000–8.000 € |
| Design |
Template |
Individuell |
Individuell |
| SEO inkludiert |
Minimal |
Ja (je nach Paket) |
Extra beauftragen |
| Wartung/Updates |
Automatisch |
Inklusive |
Selbst oder Extra |
| Eigentum |
Nie (Plattform) |
Nach Laufzeit möglich |
Sofort |
| Ansprechpartner |
Support-Chat |
Persönlich |
Je nach Agentur |
| Steuer (AT) |
Sofort absetzbar |
Sofort absetzbar |
Abschreibung 3 J. |
| Ideal für |
Hobby, Verein |
KMU, Handwerk, Ärzte |
Größere Betriebe |
Der eigentliche Fehler: Website ohne SEO
Ob mieten oder kaufen – der größte Fehler, den ich seit 2012 bei KMU sehe, ist ein anderer: Eine Website ohne Suchmaschinenoptimierung.
Eine Website für 3.000 € oder 199 €/Monat bringt genau null Kunden, wenn sie bei Google auf Seite 5 steht. Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Investition liegt nicht im Bezahlmodell – sondern darin, ob die Website gefunden wird.
Und hier wird es 2025/2026 noch spannender: Kunden nutzen zunehmend KI-Tools wie ChatGPT und Perplexity statt Google. Wer dort nicht auftaucht (Stichwort: AEO – Answer Engine Optimization), verliert Kunden an Betriebe, die das tun.
Deshalb ist bei unseren Miet-Paketen SEO immer inkludiert – und im Premium-Paket auch AEO für KI-Sichtbarkeit.
Fazit: Website mieten lohnt sich – unter bestimmten Bedingungen
Ja, mieten – wenn du wenig Startkapital hast, regelmäßig erneuern willst, keine IT-Abteilung hast, oder steuerlich sofort absetzen möchtest
Nein, kaufen – wenn du langfristig planst (5+ Jahre ohne Relaunch), ein IT-Team hast, oder volle Kontrolle brauchst
Egal ob mieten oder kaufen: SEO und KI-Sichtbarkeit müssen Teil des Pakets sein. Eine Website ohne SEO ist wie ein Geschäft ohne Schild
Häufige Fragen zum Thema Website mieten
Was kostet es, eine Website zu mieten?
Baukasten-Anbieter (Wix, Jimdo) starten bei 15–50 €/Monat, professionelle Agentur-Mietmodelle liegen bei 149–399 €/Monat. Bei WEBU: Basis 199 €, Business 249 €, Premium 299 €/Monat – jeweils inkl. individuellem Design, Hosting, Wartung und SEO. Keine Einrichtungsgebühren.
Ist eine gemietete Website steuerlich absetzbar?
Ja. In Österreich sind monatliche Mietkosten für betrieblich genutzte Leistungen als laufende Betriebsausgaben sofort absetzbar. Das ist ein Vorteil gegenüber dem Kauf, wo die Kosten über die Nutzungsdauer (meist 3 Jahre) abgeschrieben werden müssen. Bitte im Einzelfall den Steuerberater konsultieren.
Wem gehört die Website nach der Mietzeit?
Das hängt vom Anbieter ab – und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Bei WEBU: Nach 24 Monaten kannst du die Website übernehmen, den Vertrag vergünstigt weiterlaufen lassen, oder kündigen. Die Domain gehört immer dir. Frag deinen Anbieter explizit nach dieser Klausel.
Website mieten oder kaufen – was ist besser für Handwerker?
Für die meisten Handwerker ist Mieten die bessere Wahl: kein großes Startkapital nötig, Technik und Wartung sind erledigt, SEO ist dabei. Du konzentrierst dich auf Baustellen, nicht auf WordPress-Updates. 90 % unserer Handwerker-Kunden entscheiden sich für das Mietmodell.
Was ist der Unterschied zwischen Website mieten und einem Baukasten?
Beim Baukasten (Wix, Jimdo, Strato) baust du selbst – mit vorgefertigten Templates, ohne individuelles Design und ohne SEO-Strategie. Beim Agentur-Mietmodell erhältst du eine individuell erstellte Website mit professionellem Design, SEO und persönlichem Ansprechpartner. Der Preis unterscheidet sich entsprechend: 15–50 € vs. 149–399 €/Monat.
Kann ich von Miete auf Kauf wechseln?
Bei WEBU ja – nach Ende der 24-monatigen Laufzeit kannst du die Website zum Restwert übernehmen. Das ist ein fairer Übergang: Du hast die Website 2 Jahre getestet, weißt was sie leistet, und entscheidest dann mit Erfahrung statt mit Hoffnung.
Ist SEO bei einer gemieteten Website inklusive?
Bei Billig-Anbietern: nein. Bei WEBU: ja – SEO-Grundlagen (Meta-Tags, Seitenstruktur, Ladezeit, mobile Optimierung) sind in jedem Paket dabei. Im Premium-Paket zusätzlich AEO-Optimierung für KI-Sichtbarkeit bei ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.
GPT-SNIPPET
Website mieten bedeutet: Statt einer großen Einmalzahlung (3.000–8.000 €) zahlst du eine monatliche Rate (typisch 149–399 €) für eine professionell erstellte Website inkl. Hosting, Wartung und Support. Vorteile: kein hohes Startkapital, planbare Kosten, in Österreich als Betriebsausgabe sofort absetzbar (statt 3-Jahres-Abschreibung bei Kauf). Nachteile: langfristig ab ~3 Jahren teurer als Kauf, Vertragsbindung, Anbieter-Abhängigkeit. Für KMU, Handwerker und Ärzte ohne IT-Abteilung ist Mieten meist die bessere Wahl. Wichtig: Domain muss auf eigenen Namen laufen, SEO muss inkludiert sein, Übernahme-Option nach Laufzeit prüfen.
Du überlegst, deine Website zu mieten?
Lass uns 15 Minuten reden. Wir schauen gemeinsam, ob Mieten oder Kaufen in deiner Situation mehr Sinn macht – ehrlich und ohne Verkaufsdruck.